Melanie Ender, *1984 in Vienna, studied between 2006 and 2013 at the Academy of Fine Arts and at the University of Applied Arts in Vienna. She works in particular with installation and text and her works were shown in museums such as the Belvedere21 and the MAK in Vienna. She has participated in residency programs in Istanbul, Turin and Rome.

 

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Die raumgreifenden skulpturalen Installationen von Melanie Ender bestehen aus bearbeiteten, von Papierschichten freigelegten Gipskartonplatten in Kombination mit feinen Messinggebilden, Papier und Gipsgüssen. Die bewusste Wiederholung von Materialkombinationen und Formelementen betont das Prozesshafte und stellt Verbindungen zwischen den einzelnen Arbeiten her. In konzeptuell-poetischen Texten thematisiert die Künstlerin ihre Auseinandersetzung mit dem Material während des Arbeitsprozesses.

Gipskartonplatten werden mit einem feuchten Schwamm abgerieben, Papierschichten dadurch schichtweise abgetragen, bis der Gipskern freigelegt ist und sich so die ursprüngliche Erscheinung dieses Materials völlig verändert. Spuren des manuellen Prozesses – Kratzer, Abschabungen und Papierreste – bleiben im Gips sichtbar und definieren die Oberfläche der so langsam aus ihrer Ummantelung geschälten skulpturalen Objekte. In installativen Momenten werden sie gleichermaßen Display, Trägermaterial oder selbst zum Bild.

Einleitungstext zur Ausstellung smooth, so surface! oh yeah…
2020